Verantwortungsvoll spielen
Chicken Road ist ein Geldspiel mit mindestens 2 % Hausvorteil. Auf Dauer verliert, wer spielt: Das ist keine Meinung, das ist die Mathematik des Spiels.
Diese Seite ist kein Pflicht-Disclaimer. Sie enthält, was wir für nützlich halten, auch das, womit wir weniger verdienen würden.
Sofort Hilfe: Die Helpline von SOS Spielsucht ist gratis, anonym und rund um die Uhr erreichbar: 0800 040 080. Auch für Angehörige.
Warum Crash Games riskanter sind als der Durchschnitt
Das gehört präzise gesagt, weil es genau das Spiel betrifft, um das es hier geht.
Eine Runde dauert fünf Sekunden. Keine Animation, keine Wartezeit. Der Umsatz einer Stunde ist viel höher, als man denkt: Mit CHF 2.50 pro Runde und normalem Tempo kommst du in 60 Minuten leicht auf CHF 1’800 Umsatz. Unser Skript spielte 100 Runden in weniger als sieben Minuten.
Das Spiel verlangt bei jedem Schritt eine Entscheidung. Das erzeugt ein Gefühl von Kontrolle, und dieses Gefühl täuscht: Es gibt kein Können, nur die Wahl des Risikos bei gleichem Erwartungswert.
Die Verluste kommen kurz vor dem Gewinn. Das Huhn fällt einen Schritt vor dem Feld, das du im Kopf hattest. Diese Struktur bringt dich am wirksamsten dazu, es sofort nochmals zu versuchen.
Grosse Gewinne sind selten, aber sichtbar. Das Band «Live wins» oben im Spiel zeigt ständig die Gewinne anderer. Die Verluste zeigt es nicht.
Warnzeichen
- Du spielst mit Geld, das für etwas anderes gedacht war.
- Du erhöhst nach einem Verlust den Einsatz, um ihn zurückzuholen.
- Du spielst regelmässig länger als geplant.
- Du denkst an das Spiel, wenn du nicht spielst.
- Du verheimlichst jemandem, wie viel du spielst oder verloren hast.
- Du hast Geld geliehen, auch kleine Beträge, um zu spielen.
- Du fühlst Erleichterung statt Freude, wenn eine Session beginnt.
Erkennst du zwei oder drei davon, lohnt sich ein Gespräch. Du musst nicht warten, bis alle zutreffen.
Hilfsmittel, die wirklich wirken
Nach Wirkung geordnet.
1. Die Spielsperre. In der Schweiz kannst du dich bei jeder Spielbank sperren lassen, vor Ort oder über ihr Online-Casino. Die Sperre gilt dann in der ganzen Schweiz und in Liechtenstein, für alle Spielbanken, ihre Online-Angebote und die grossen Online-Lotteriespiele und Sportwetten. Sie ist grundsätzlich unbefristet, und eine Aufhebung musst du beantragen.
Klar gesagt: Die Spielsperre gilt nur im Schweizer System. Sie erfasst keine Anbieter mit Lizenz aus Curaçao und damit nicht die Seiten, auf denen Chicken Road läuft. Bist du gesperrt, ist dieses Spiel nicht für dich, und kein Angebot ändert das.
2. Sperre bei der Bank. Manche Banken und Kartenherausgeber lassen dich Zahlungen an Glücksspielanbieter sperren oder tiefe Limits für Online-Zahlungen setzen. Das wirkt auch bei ausländischen Casinos, wo die Spielsperre nicht greift, und hängt nicht von deiner Willenskraft im falschen Moment ab. Frag deine Bank.
3. Blocker auf dem Gerät. Programme wie Gamban oder BetBlocker sperren den Zugang zu Glücksspielseiten auf Handy und Computer, auch zu Seiten ohne Schweizer Bewilligung.
4. Das Einzahlungslimit. Bei Schweizer Casinos gehört es zum gesetzlichen Schutzkonzept. Bei ausländischen Anbietern ist es freiwillig, die meisten bieten es aber an. Setz es am ersten Tag, mit kühlem Kopf. Eine Senkung gilt meist sofort, eine Erhöhung erst nach einer Wartefrist: Das ist Absicht, und es wirkt.
5. Ein vorausbezahlter Betrag. Eine Paysafecard oder eine separate Karte mit genau dem Betrag, den du ausgeben willst, ergibt eine physische Grenze. Nachladen verlangt eine bewusste Handlung, und genau diese Hürde hilft.
Hilfe in der Schweiz
SOS Spielsucht: 0800 040 080. Die Helpline der Kantone, gratis, anonym und rund um die Uhr. Auf sos-spielsucht.ch gibt es zusätzlich eine Online-Beratung.
SafeZone.ch. Anonyme Online-Beratung zu Suchtfragen durch Fachleute, per Mail oder Chat.
Kantonale Fachstellen. Jeder Kanton hat Beratungsstellen für Glücksspielsucht, oft kostenlos. Die Helpline oder deine Gemeinde nennt dir die nächste.
Deine Hausärztin oder dein Hausarzt. Klingt nach Umweg und ist oft der einfachste Schritt: Sie können dich an die richtige Stelle überweisen.
Spielsperre bei einer Spielbank. Beantragen kannst du sie bei jedem Schweizer Casino, vor Ort oder online.
Du musst nicht «ganz unten» sein, um anzurufen. Die Helpline hilft auch, wenn du nur verstehen willst, ob ein Problem besteht.
Für Angehörige
Geht es um jemanden, der dir nahesteht, beraten SOS Spielsucht, SafeZone und die kantonalen Fachstellen auch Angehörige, und es gibt Angebote speziell für Familien.
Zwei Dinge, die Fachleute immer wieder betonen: Schulden zu bezahlen hilft selten, weil es die Folgen beseitigt, ohne die Ursache zu berühren. Und der Wunsch nach Hilfe muss von der Person selbst kommen, die Informationen kannst du aber schon vorher sammeln. In der Schweiz können ausserdem Fachstellen und Sozialbehörden einer Spielbank eine Gefährdung melden, und auch Hinweise von Angehörigen nehmen die Casinos entgegen und prüfen dann eine Sperre. Das wirkt allerdings nur im Schweizer System.